Eine maßgeschneiderte Zeitinstallation mit 190 cm Durchmesser, entworfen für den Dialog mit einer großen architektonischen Wand.
Eine maßgeschneiderte 190-cm-Zeitinstallation, entstanden aus dem Konzept eines Architekten und geschaffen für eine große zeitgenössische Halle
Es gibt Räume, in denen ein Objekt nicht einfach nur dekorieren kann.
Es muss auf die Architektur reagieren, ihre Proportionen respektieren und Teil des Rhythmus aus Licht, Höhe, Flächen und Leerraum werden. Es braucht Präsenz, ohne aufdringlich zu wirken. Es soll auffallen, ohne das Gleichgewicht des Raums zu stören.
Aus dieser Idee entstand diese maßgeschneiderte Zeitinstallation: eine große Wanduhr mit 190 cm Durchmesser, entworfen für eine moderne Halle und entwickelt auf Grundlage des Konzepts eines Architekten.
Nicht einfach eine übergroße Uhr, sondern ein echter architektonischer Ausdruck von Zeit.
Vom Konzept des Architekten zum fertigen Objekt

Adriano Callea, Partner und Designer im CalleaDesign Atelier, mit der Installation in ihrem endgültigen Umfeld: eine reduzierte 190-cm-Komposition, die Zeit misst und der Wand Proportion verleiht.
Das Briefing kam aus dem Contract-Bereich: eine bereits definierte Gestaltungsidee in ein reales, funktionales Objekt zu übersetzen, das sich vollständig in den Raum integriert.
Der Architekt hatte eine minimale, essenzielle, beinahe skulpturale Uhr gedacht. Wenige Elemente, aber mit starker Präsenz. Nur vier tiefe, geometrische Stundenmarkierungen, in derselben Breite wie die Zeiger, damit feste und bewegliche Elemente in direkten visuellen Dialog treten.
Wenn sich die Zeiger den Markierungen nähern, vervollständigt sich die Komposition. Linien überlagern sich, Proportionen greifen einander auf und die Zeit wird Teil der Wand selbst.
Unsere Aufgabe war es, diese Vision zu interpretieren und in ein funktionierendes Objekt zu verwandeln, dabei das ursprüngliche ästhetische Konzept zu bewahren und zugleich die technischen Herausforderungen einer großformatigen Installation zu lösen.
Eine große Wand, ein einziges klares Zeichen

Die Wand wird zum Zifferblatt: wenige Elemente, großzügige Proportionen und eine satin-schwarze Geste, die den Raum definiert.
Die Halle ist groß, hell und zeitgenössisch. Ihre hohe, neutrale Wand brauchte ein Element, das dem Raum Identität gibt, ohne ihn optisch zu beschweren.
Eine konventionelle Uhr hätte hier nicht ausgereicht: zu klein, zu dekorativ und zu weit entfernt von der architektonischen Sprache des Interieurs.
Es brauchte eine stärkere Geste.
Die Uhr wurde deshalb als Komposition aus Volumen gedacht: ein satin-schwarzer Zentralkörper, lange schlanke Zeiger und vier dreidimensionale Stundenmarkierungen direkt auf der Wand.
Das Ergebnis ist ruhig und zugleich präsent und verwandelt eine leere Fläche in einen präzisen, eleganten Blickfang.
Stundenmarkierungen als kleine skulpturale Volumen

Die Stundenmarkierungen sind keine flachen grafischen Zeichen, sondern kleine dreidimensionale Volumen, die Schatten und Tiefe erzeugen.
Zu den markantesten Entscheidungen des Projekts gehört die Verwendung von nur vier Stundenmarkierungen.
Es handelt sich nicht um flache grafische Zeichen, sondern um kleine architektonische Körper mit deutlicher Tiefe, die Schatten, Präsenz und Relief auf der Wand erzeugen.
Jede Markierung misst ungefähr 15 cm Länge, 3 cm Breite und 5 cm Tiefe. Die Breite entspricht der der Zeiger und schafft so visuelle Kontinuität zwischen festen und beweglichen Elementen.
Die Tiefe ist kein rein technisches Detail, sondern Teil der Gestaltungssprache. Das Licht erzeugt feine Schatten auf der Wand und verleiht der Uhr eine dreidimensionale Präsenz, die eher an eine kleine skulpturale Installation als an ein konventionelles Dekorationsobjekt erinnert.
Großformatige Zeiger, leicht und ausbalanciert

Zeiger mit 84 und 62 cm Länge, intern entwickelt, um Leichtigkeit, Balance und visuelle Kohärenz zu bewahren.
Die sensibelste Herausforderung betraf die Zeiger.
Das Design verlangte beträchtliche Dimensionen: 84 cm für den Minutenzeiger und 62 cm für den Stundenzeiger. Sie mussten eine starke visuelle Präsenz im Maßstab der Wand besitzen und zugleich mit einem kompakten und zuverlässigen Uhrwerk kompatibel bleiben.
Deshalb wurden die Zeiger intern in unserer Holzabteilung als Präzisionskomponenten entwickelt und gefertigt.
Sie mussten das ästhetische Konzept des Architekten respektieren und zugleich Leichtigkeit, Stabilität und korrekte Balance gewährleisten. In dieser Größe zählt jedes Gramm. Ein zu schwerer oder nicht perfekt ausbalancierter Zeiger kann das Uhrwerk langfristig beeinträchtigen.
Die komplexeste Aufgabe bestand nicht darin, die Uhr sichtbar zu machen. Sie bestand darin, den technischen Aufwand, der für ihre Funktion nötig war, unsichtbar wirken zu lassen.
Satin-Schwarz: eine Oberfläche für das gesamte Projekt
Die gesamte Installation wurde in einem intensiven satin-schwarzen Finish ausgeführt.
Zentralkörper, Zeiger und Stundenmarkierungen teilen dieselbe Farbe und erzeugen ein kompaktes, präzises und zeitgenössisches Erscheinungsbild. Schwarz wirkt hier nicht wie dekorativer Kontrast, sondern wie ein klares grafisches Zeichen auf der hellen Wand.
Die satinierte Oberfläche wurde gewählt, um starke Reflexionen zu reduzieren und einen weichen, eleganten und architektonischen Charakter zu bewahren. Das Licht springt nicht von der Oberfläche zurück, sondern gleitet sanft über die Volumen und macht Kanten, Tiefe und Schatten sichtbar.
Präzision ohne Kabel
Eine weitere zentrale Anforderung war der Verzicht auf einen Netzanschluss.
Die Uhr sollte hoch an der Wand montiert werden, mit ihrem Mittelpunkt mehr als drei Meter über dem Boden, an einer Stelle ohne Stromanschluss. Die Lösung musste daher autonom, präzise und langfristig zuverlässig sein.
Für das Projekt wurde ein Schweizer Funkuhrwerk ausgewählt, das für großformatige Anwendungen entwickelt wurde und wegen seiner Robustheit, Präzision und Lebensdauer gewählt wurde.
Das Funkuhrsystem empfängt das DCF77-Zeitsignal und hält die Uhr automatisch präzise. Auch der Wechsel zwischen Normalzeit und Sommerzeit erfolgt ohne manuelle Einstellung.
In einem Contract-Umfeld ist das ein wichtiges Detail. Eine hoch montierte Uhr sollte lange funktionieren, ohne häufige Eingriffe durch den Kunden zu erfordern.
Mit einer Lithiumbatterie kann die Autonomie bis zu 7 Jahre erreichen.
Sieben Jahre, in denen die Uhr ihre Aufgabe erfüllt: Zeit leise messen, ohne Kabel, manuelle Korrekturen oder Unterbrechungen des Raums.
Wenn die Architektur das Signal abschirmt
In modernen Gebäuden, insbesondere bei vorgefertigten Strukturen oder hohem Metallanteil, kann der Funkempfang eingeschränkt sein.
Auch dieser Aspekt wurde bei der Entwicklung berücksichtigt.
Für stabilen Empfang wurde eine technische Lösung mit externer Antenne entwickelt und dort positioniert, wo das Signal wirksamer empfangen werden konnte. In der fertigen Installation ist sie unsichtbar, für langfristige Präzision und Zuverlässigkeit jedoch entscheidend.
Genau hier unterscheidet sich ein maßgeschneidertes Projekt von einem Standardprodukt: Es wird nicht einfach installiert, sondern an den realen Raum, seine Bedingungen und seine Einschränkungen angepasst.
Präzise Installation ohne invasive Eingriffe
Die Wand durfte nicht frei gebohrt werden. Deshalb wurden die Stundenmarkierungen speziell für die Installation entwickelt: leicht, hohl, auf allen Seiten sauber ausgeführt und für die Befestigung mit einem leistungsfähigen technischen Klebesystem geeignet.
Das ästhetische Ergebnis musste makellos sein, während die Montage zugleich einfach und sicher bleiben sollte.
Für das Team vor Ort wurden spezielle Positionierungsschablonen bereitgestellt, damit jedes Element mit größtmöglicher Genauigkeit und minimaler Fehlertoleranz angebracht werden konnte.
Die fertige Installation sollte selbstverständlich wirken, beinahe unvermeidlich. Hinter dieser scheinbaren Einfachheit stand jedoch ein Prozess aus Entwurf, Tests, Proportion und Kontrolle.
Der Wert maßgeschneiderten Designs
Dieses Projekt steht für einen wichtigen Teil unserer Arbeit: eine besondere Anforderung in eine konkrete, elegante und zuverlässige Lösung zu übersetzen.
Es ging nicht darum, ein bestehendes Produkt lediglich für eine größere Wand zu skalieren. Es ging darum, ein Konzept zu interpretieren, eine architektonische Vision zu respektieren und ein Objekt zu schaffen, das in genau dem Raum zuverlässig funktioniert, für den es entworfen wurde.
Jedes Element wurde in Beziehung zu den anderen entwickelt: Zeigerbreite, Tiefe der Markierungen, Farbe, Proportionen, Autonomie, Montageart, Signalempfang, Betrachtungsabstand und Wandhöhe.
In diesem Projekt wurde Zeit nicht einfach gemessen.
Sie wurde gestaltet.
Projektspezifikationen
| Element | Detail |
|---|---|
| Typ | Maßgeschneiderte architektonische Zeitinstallation |
| Gesamtdurchmesser | 190 cm |
| Minutenzeiger | 84 cm |
| Stundenzeiger | 62 cm |
| Stundenmarkierungen | 15 × 3 × 5 cm |
| Finish | Intensives Satin-Schwarz |
| Uhrwerk | Schweizer Funkuhrwerk |
| Zeitsignal | DCF77 |
| Stromversorgung | Lithiumbatterie |
| Autonomie | Bis zu 7 Jahre |
| Sommerzeitumstellung | Automatisch |
| Installation | Spezielle Positionierungsschablonen |
| Befestigung der Stundenmarkierungen | Keine Bohrung erforderlich |

Das Endergebnis: eine essenzielle, ruhige Geste, proportioniert auf den Maßstab des Raums.
Zeit als Designprojekt
In jedem repräsentativen Raum gibt es einen Punkt, an dem Architektur, Funktion und Identität zusammentreffen können.
In diesem Projekt wurde dieser Punkt zu einer Uhr: nicht zu einem Objekt, das der Wand hinzugefügt wurde, sondern zu einer Geste, die dafür entworfen wurde, zu ihr zu gehören. Ihre Proportionen entstehen aus dem Raum, ihre Präsenz aus dem Licht und ihre Präzision aus einer unsichtbaren, aber grundlegenden technischen Lösung.
Diese Form des maßgeschneiderten Designs repräsentiert uns besonders: eine Idee in ein reales Objekt zu verwandeln, das das ursprüngliche Konzept respektiert und zugleich im täglichen Betrieb eines Contract-Umfelds zuverlässig funktioniert.
Denn wenn Zeit mit Architektur in Dialog tritt, ist sie nicht länger nur ein Maß.
Sie wird Präsenz.
Wir gestalten Zeit für den Raum
Für Architekten, Interior Designer und Unternehmen entwickelt CalleaDesign maßgeschneiderte Wanduhren und Zeitinstallationen für große Interieurs und repräsentative Räume.
Vom ersten Konzept bis zum fertigen Objekt wird jedes Projekt mit Blick auf Proportion, Funktion und die architektonische Sprache der Umgebung interpretiert.
Erzählen Sie uns von Ihrer Idee
Für maßgeschneiderte Projekte, Contract-Installationen oder individuelle Anfragen kontaktieren Sie uns unter info@calleadesign.com. Unser Atelier arbeitet mit Ihnen an den passenden Proportionen, Materialien und technischen Lösungen für den Raum.
CalleaDesign · Trieste 1967
Maßgeschneiderte Projekte für Contract-Räume, Architektur und Interior Design.